Mit Hinweis #3715989 liefert SAP eine Erweiterung des Reports zur Zertifikatsbeantragung und -verwaltung für die Kommunikation mit Krankenkassen (RP_PAYDE_B2A_SV_CERT_REQUEST) aus, mit der Anbindung der Online-Schnittstelle des ITSG-Trust Centers (OSTC-Schnittstelle).
Mit der OSTC-Schnittstelle stellt das Trust Center der ITSG ein vereinfachtes und automatisiertes Verfahren für die Erneuerung des SV-Zertifikates zur Verfügung.
Ein Folgeantrag über die OSTC-Schnittstelle ist nur unter folgenden Voraussetzungen möglich:
– Es existiert bereits ein Zertifikat für die Betriebsnummer
– Das bestehende Zertifikat ist noch mindestens 14 Tage gültig
– Firmenname und Ansprechpartner für das Zertifikat bleiben unverändert
Bei der Beantragung über die OSTC-Schnittstelle kann der gesamte Prozess im SAP-System durchgeführt werden. Dabei entfällt die Anmeldung am Registrierungsportal der ITSG, die Identifizierung über POSTIDENT oder Online-Ausweisfunktion (eID), das manuelle Hochladen der Zertifikatsrequest und des Hashcodes sowie das Zusenden des Freischaltcodes.
Wenn das bestehende Zertifikat bei einer erneuten Beantragung noch gültig ist, kann im Report für die Zertifikatsbeantragung nun
zwischen einem Folgeantrag über die OSTC-Schnittstelle der ITSG und einem erneuten Antrag über das Registrierungsportal gewählt werden.
Bei einem Folgeantrag über die OSTC-Schnittstelle leitet der Report anschließend, analog zum bisherigen Prozess, schrittweise durch die notwendigen Beantragungsschritte und Kommunikation mit der OSTC-Schnittstelle.
Zur Nutzung der neuen Funktionalität muss für jede Betriebsnummer, für die ein SV-Zertifikat vorliegt, eine neue RFC-Verbindung (Transaktion SM59) angelegt werden. Zudem ist eines der Rootzertifikate der ITSG-Seite https://www.itsg-trust.de in den SSL-Client (Transaktion STRUST) aufzunehmen.
In dem oben genannten SAP-Hinweis befinden sich im Anhang sowohl eine Anleitung zur Anlage der SM59-Verbindung als auch eine Prozessbeschreibung der OSTC-Zertifikatsverlängerung.

